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14.09.2021 Neuschwanstein

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Eine Runde um das Schloss Neuschwanstein war schon länger unser Wunsch. Heute war es dann so weit.
Wir stellten unser Auto in Füssen an der Eishalle ab. Dort konnten wir 5 h kostenlos parkieren. Zunächst liefen wir in Richtung Lechfall. Eine Brücke führt hoch oben über drei künstlich angelegte Steinstufen im Fluss. Nett aber für uns Wasserfallfans nicht umwerfend.
Dann führte uns Maps.me über den Alpenrosenweg hoch oberhalb vom Schwanensee. Ein schöner nicht zu steiler Bergweg mit wunderschönen Ausblicken.
Bald gelangten wir zum Alpsee der unter uns türkisblau leuchtete. Vom Aussichtspunkt konnten wir das erste Mal das malerische Schloss durch die Bäume hindurch sehen.
Vom Aussichtspunkt war es dann nicht sehr weit bis zum Parkplatz unterhalb vom Schloss Hohenschwangau. Hier drängelten sich die Touristen mit den Kutschen und Elektrobikes zwischen den Souvenierläden. Wir kauften nur zwei Flaschen kühle Getränke und machten uns schnell auf den Weg zum Aussichtspunkt an der Marienbrücke. Fast 200 schweisstreibende Höhenmeter waren zu bewältigen. Zum Glück führte der Weg mehrheitlich durch den Wald der Schatten spendete.
Die Marienbrücke ist momentan gesperrt. Also mussten wir zum Aussichtspunkt hinter der Brücke, von dem man „durch“ die Brücke das Schloss sehen konnte.

Dann versuchte Anna einen schmalen Pfad entlang der Absperrung zur Marienbrücke und gelagte im steilen Hang zu einem tollen Aussichtspunkt unterhalb der Brücke. Von hier konnte man das Schloss wunderbar sehen und spektakuläre Aufnahmen machen. Als wir wieder oben waren verbot Michael allerdings einem asiatischen Paar in Turnschuhen den Abstieg. Als er ein böses Gesicht machte und auf seine Wanderschuhe und ihre weissen Treter zeigte und mehrfach den Begriff „DANGER“ wiederholte, kapierten sie, dass sie einen Abstieg wohl besser lassen sollten. Unschuldig klettern daraufhin Anna und Lena mit June den Weg hinauf und auch ihre Wandeschuhe wurden begutachtet. Dann traten die Asiaten den Rückzug an.

Für den Abstieg nach unten wählten wir den normalen asphaltierten Weg. Der war etwas länger, aber zunächst einfacher zu gehen. Später kürzten wir dann doch noch durch den Wald ab.
Unten angekommen schlugen wir den Weg zum Schwanensee ein. An einem ruhigen kühlen Bachlauf schubsten wir June zur Abkühlung ins Wasser, was diese mit unwilligem Jaulen quittierte. Zur Strafe schüttelte sie sich dann direkt neben Michael trocken, was auch ihm eine willkommene Abkühlung bescherte.
Der weitere Weg schlängelte sich malerisch um den Schwanensee. Als die Mädels einen Fotostopp einlegten, konnte Michael entkommen und schnell am nahegelegenen Kiosk eine kühles Radler und eine Pommes in der Tüte bestellen. Mmmmmhhhmmm lecker ! 🙂
Lena nahm auch eine und wir setzten uns einige Meter weiter ans Ufer, wo Anna breits „mitten im See“ stand, parat zum Schwimmen.
Die Botschaft „herrlich“ und „von draussen sieht man noch mal wunderbar das Schloss“ überzeugte dann auch Lena und Michael, so dass wir dann alle 3 eine Runde im See schwammen. Herrlich!

Wieder angezogen machten wir uns auf den Rest des Weges. Auch hier gab es Abkürzungen über den Kalvarienberg durch den Wald. Toll zu gehen, aber wieder Höhemeter, rauf, runter, rauf, …
Fast in Füssen angekommen hiess es: „Papa, hier müssen wir noch mal rauf…“ und schon wieder stiegen wir den Panoramaweg hinauf.
Der Ausblick über die Altstadt entschädigte dann und es war auch gar nicht mehr weit bis zur Brücke über die Lech.
Die Altstadt von Füssen ist wirklich schön, wir kommen bestimmt bald mal wieder.
Insgesamt über 18 km in 6 Stunden (inkl. Pausen und Fotostopps) mit 550 Höhenmeter waren ein tolles Ergebnis dieser absolut zu empfehlenden Wanderung. Ohne Abstecher auf den Aussichtspunkt an der Marienbrücke ist die Tour dann halb so anstrengend und kann deutlich knieschonender begangen werden.