vorgestellt im Radio DRS3 am Samstag 10. August 2013: Uf u dervo
Dieser Alpinwanderweg der Sonderklasse dauert sechs lange Tagesetappen, und nie geht es flach. Drei der fünf Hütten sind unbewartet, da muss also das Essen auch noch in den Rucksack. Die Belohnung ist eine der reichsten Gratwanderungen im Land.
Der 2010 eingeweihte Alpinweg zwischen Verzasca- und Maggiatal, von Locarno nach Fusio, ist teils ein weiss-rot markierter Wanderweg, teils eine weiss-blaue, anspruchsvollere Alpinroute oft pfadlos und ausgesetzt, mit leichten Kletterstellen.
Die Markierung von Hütte zu Hütte ist gut, der Schwierigkeitsgrad geht unterwegs nicht über T 4; die höchste Klassierung in der Skala ist T 6. Der Weg wird in beiden Richtungen begangen, und zahlreich sind nötigenfalls gute Abstiegswege in die Täler.
Auf dem Höhenweg Via Alta Mallemaggia (VAVM) am Grat zwischen Varzasca- und Maggiatal wechseln sich weiss-rot markierte Wanderwege ab mit weiss-blauen Alpinrouten
bis Schwierigkeitsgrad T 4; T 6 ist der höchste in der Skala. Schwindelfreie Trittsicherheit und gute Kondition sind hier von Vorteil. Diese Reise von Locarno nach Fusio oder umgekehrt ist technisch anspruchsvoll und dauert sechs Tagesetappen von bis zu 8 ½ Stunden Wanderzeit. In beiden Richtungen sind in Auf- und Abstieg rund 11 000 Höhenmeter zu überwinden. Dazu kommt, dass von den fünf Hütten nur die Erste und die letzte bewartet sind.
Die Damen und Herren, welche sich auf die VAVM wagen, dürfen also auch noch die Esswaren mitschleppen. Wasserstellen gibt es am Weg aber genug. Die VAVM, eine der tollsten Alpinwanderungen, wurde 2010 eingeweiht. Grosse Massen werden auf diesem Pfad der Sonderklasse nie anzutreffen sein.
Verpflegung und Unterkunft
1. Rifugio Nimi, Tel. 079 230 48 79. 2)
2. Rifugio Masnèe, 079 240 08 31. 3)
3. Rifugio Alpe Spluga, 091 753 23 49. 4)
4. Rifugio Tomeo, 091 755 13 67. 5)
5. Capanna Sovèltra, 078 637 01 53.
Die Hütten 1 und 5 sind bewartet, 2, 3 und 4 sind Selbstversorgerhütten, zum Teil auf Anfrage bewartet. Reservieren muss man alle Hütten.
Die VAVM in Höhen zwischen 1500 und 2500 m ü. M. kann in beiden Richtungen von Mitte Juni bis Mitte Oktober begangen werden.
Vernünftige machen die Tour in sechs, Verrückte in fünf Tagen, und kommen so in den Genuss einer 12-Stunden-Etappe.
Abstiegswege in die Täler sind zahlreich, ebenso die Badeplätzchen. Alle nötigen Auskünfte findet man auf der VAVM-Internetseite.
Wanderkarte 1:60 000 Ticino Sopraceneri von Kümmerly und Frey.
Informationen: www.vialtavallemaggia.ch/