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Staubern

Eine Bergbahn inspiriert von Tesla

Ab kommendem Wochenende (6. bis 8. April 2018) fährt eine neue Seilbahn komplett klimaneutral vom Rheintal in den Alpstein. Nau war mit der Weltneuheit auf Testfahrt.

Schon seit Jahrzehnten transportiert die Seilbahn «Staubern» Wandervögel und Touristen von Frümsen SG in den Alpstein. Die alte Bahn hat ausgedient, deshalb musste eine neue her.

Betreiber der Seilbahn ist Daniel Lüchinger, Bergwirt im Gasthaus Staubern (1’751m).

«Mich haben Elektroautos schon immer fasziniert», so Lüchinger, der die «Staubern» in dritter Generation führt. «Dann habe ich einen Tesla gekauft und war so begeistert, dass ich bei meiner neuen Bahn auf diese Technologie setzen wollte.» Gesagt, getan! Am Freitag werden die beiden neuen Gondeln offiziell eingeweiht. Sie fahren mit Solarkraft auf den Berg. «Es ist umweltfreundlich und klimaneutral», so der Seilbahn-Pionier. Und stolz fügt Lüchinger an: «Die Staubern-Bahn ist komplett Made in Switzerland».

Die Bergbahn ist die erste solarbetriebene Bergbahn der Welt. Jede Gondel fasst acht Personen. Sie verkehrt nur von Frühjahr bis Herbst.

Und stolz fügt Lüchinger an: «Die Staubern-Bahn ist komplett Made in Switzerland».

Von der Familie für die Allgemeinheit
Die neue Seilbahn kostete fünf Millionen Franken. Subventionen bekam Lüchinger keine – wollte er auch nicht. «Für mich kam eine AG oder ähnliches nicht in Frage. Die Familie hat gespart und so gehört auch die neue «Staubern» ganz unserer Familie.» Teilen möchte er sie dennoch mit allen. Bis zur offiziellen Eröffnung am Freitag bleiben die beiden Gondeln noch eingepackt. Für das grosse Fest vom 6. bis 8. April erwartet Lüchinger 3’000 bis 5’000 Besucher. «Mein Puls steigt, aber der meiner Tochter vermutlich noch mehr. Sie hat das Fest organisiert».

Luftseilbahn Kabine in Frümsen SG stürzt ab

Eine leere Kabine der Bergbahn Staubern sprang am Mittwochabend (31.12.2018) in Frümsen SG aus dem Tragseil und stürzte zu Boden. Verletzt wurde niemand.

Die andere Kabine musste evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Zum Unfallzeitpunkt blies der Föhn.

Die talwärtsfahrende Kabine der Luftseilbahn Frümsen-Staubern stürzte rund 200 Meter vor der Bergstation Staubern circa 12 Meter zu Boden, wie die Kantonspolizei St. Gallen heute Donnerstag mitteilte. Dadurch stoppte die bergwärtsfahrende Kabine, die mit acht Fahrgästen besetzt war. Die Rettungskolonne Sax seilte die Passagiere ab und brachte sie unverletzt in Sicherheit.

Weshalb es zum Unfall kam, wird derzeit von der Staatsanwaltschaft St. Gallen untersucht. Die abgestürzte Kabine muss nun mit einem Helikopter geborgen werden. Laut Polizei beläuft sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Franken. Der Betrieb der Luftseilbahn ist bis auf Weiteres eingestellt.

Der Mittwoch war der letzte Tag des regulären Betriebs.

Wie nun die ersten Ermittlungen zeigen, kann offenbar menschliches und technisches Versagen ausgeschlossen werden. Es deutet alles darauf hin, als das eine massive Querböe für den Absturz den Gondel verantwortlich war. «Alle Sicherheitssysteme haben funktioniert», erklärt Roland Bartholet auf Anfrage. Doch die Wucht war wohl einfach zu stark.

Die Bahn stellt bei zu starken Föhn automatisch ab. Doch auch am Mittwochabend wurde die Toleranzgrenze, welche unter anderem in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr festgelegt wird, nicht erreicht. So deutet alles auf Wetterpech hin: Der Föhnumschwung kam viel zu schnell und viel zu kräftig. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern noch an.

Die Geschichte vom Briefkasten an der Staubern

Der Briefkasten hängt hoch oben an der Wand der Staubern
Der Briefkasten hängt hoch oben an der Wand der Staubern

Die Geschichte vom Briefkasten an der Staubern